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Die folgenden Daten stammen http://umtof.umd.edu/pm/, vom sogenannten ACE-Satelliten (hat nichts mit Vitaminen zu tun).  Seine Entfernung zur Erde beträgt etwa 1.5 Millionen km, deshalb ist er eine Art Vorposten im All. Der Sonnenwind passiert den Satelliten etwa eine Stunde bevor er die Erde erreicht. 

Die Daten sind also besonders wichtig, wenn es um eine kurzfristige Polarlichtvorhersage geht. Von den folgen Werten sind besonders  "Speed"  und "Density" also Teilchendichte und Geschwindigkeit wichtig. Bevor eine neue Schockfront auf die Erde trifft, registriert der ACE-Satellit einen plötzlichen Anstieg der Teilchengeschwindigkeit, was dann auf der Tabelle gut zu erkennen ist. Für ein Polarlicht bei uns, sollte der "Speed" > 500 km/s. Die Teilchendichte ("Density") sollte bei über 5 liegen.  


 


Eine Schockfront wird oft durch das Ansteigen des Protonenflusses angekündigt. Die Werte steigen dann beständig nach oben. Eine Grafik zum Protonenfluß gibt es unter: http://sec.noaa.gov/ace/EPAM_6h.html 


Hier eine sehr gute Grafik von http://www.ips.gov.au. Sie zeigt waagerecht die Geschwindigkeit des Sonnenwind (bei einer Schockfront kann dieser bis zu 1000 km/s schnell sein). Senkrecht ist die Ausrichtung des interplanetaren Magnetfeldes zu sehen. Dieses sollte südlich liegen, auch hier je weiter, desto besser. In der Spitze des Pfeils wird die Dichte der Teilchen gezeigt: Auch diese sollte möglichst hoch liegen. Die Farben  reichen von grün über gelb bis rot. Diese Grafik ist immer aktuell, nicht nur deshalb halte ich sie für die beste Informationsquelle.

Nach einer Schockfront gilt:

 

 


Die folgende Grafik stammt von http://sec.noaa.gov/pmap/index.html. Hier ist die aktuelle Polarlichtaktivität zu sehen. Das "Activiy-Level" reicht von 0 bis 10, ist aber nicht der Kp-Wert. Steht die Skala auf 9, entspricht das ungefähr einen Kp von 5. Bei Level 10 ist ein Polarlicht bei uns wahrscheinlich, hierzu sollte der gelbe Rand des Overalls aber mindestens bis nach Dänemark reichen.

 

 


Wenn eine Schockfront die Erde erreicht, versetzt dies das Magnetfeld in heftige Unruhe. Mit Magnetometern läßt sich diese messen. Folgende Grafik stammt vom Kiruna-Magnetometer. Je heftiger die drei Messdaten nach oben, bzw. unten reichen, desto heftiger ist die Störung des Magnetfeldes. Für ein Polarlicht bei uns sollten die Auschläge schon bis etwa -500 reichen, und dies über einen längeren Zeitraum. Diese Grafik ist sehr aktuell - bei einem heftigen Ausschlag, sollte es auch in kurzer Zeit zu Polarlicht kommen:

 

 

Ein weiteres excellentes Magnetometer gibt es in Scheegerott, bei Flensburg. Hier wird auch ein stündlicher K-Index bestimmt. Manchmal fällt diese Station aus, oder liefert fehlerhafte Daten. Wenn hier ein K-Wert von 5 gemessen wird, kann es in Norddeutschland zu schwachen Polarlicht kommen. Man beachte auch die Anzeige: Auroro = YES, bzw. NO.

 


 

Die nächste Abbildung stammt von www.spacew.com . Die Farben gehen von Grün (schwache Aktivität), über Orange (mittlere Aktivität), bis Rot  (starke Aktivität). Für ein Polarlicht bei uns sollte das Overall bis Deutschland reichen, die Farbe bei Rot liegen.

 

 

 


 

Die nächste Grafik (von http://www.n3kl.org/) zeigt den aktuellen Stand der Sonnenaktivität im  Röntgenlicht  (auch als "Röntgenstrahlenfluss" bekannt), gemessen vom GOES-Satelliten. Die Energieskala (in Watt/Quadratmeter) am linken Rand reicht je nach Stärke des Ausbruchs von A über B, C und M bis nach X, unterteilt in je 10 Teilstrichen. Kommt es hier zu einem Ausbruch der in der Bereich "X-Class" reicht, sollte man einen Blick ins Polarlicht-Forum werfen.

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[ Alle Seiten: © Benjamin Kühne | Letzte Aktualisierung: 05.03.2007 ]